Stellungnahme zum erneuten Angriff auf das Balthasar am 11.09.2016 vom AStA Bamberg e.V.

(vom 20.09.2016)

Balthasar am 11.09.2016

Am Sonntag, den 11.09.2016, kam es in Bamberg zu einer Demonstration der Neonaziorganisation „3.Weg“. Im Zusammenhang damit wurden am Balthasar wieder faschistische Schmierereien hinterlassen. Neben den „SS“-Runen und einem Hakenkreuz wurde der Satz „We are back again“ gesprayt.
Es ist traurig, mit anzusehen, dass die Nazis jedes Jahr wieder in Bamberg ihre Hetze verbreiten können. Noch trauriger ist, dass es schon eine feste Tradition zu sein scheint, dass Rechtsradikale das Balthasar angreifen oder bedrohen. Auch wiederholt sich leider erneut der Umstand, dass Polizei und Stadt die Bedrohung durch die Nazis unterschätzen oder gar zu verharmlosen scheinen. Laut einem Polizisten am Tatort seien alle „wichtigen Personen“ derzeit im Gefängnis und es wurde ernsthaft die Frage gestellt, ob die Sachbeschädigung mit den rechtsradikalen Symbolen nicht auch von linken Aktivisten stammen könnten. Dass diese Verharmlosung von Grund auf falsch und mindestens grob fahrlässig ist, hat sich unter anderem gezeigt, als Mitglieder der Splitterpartei „Die Rechte“, die immer wieder als „bedeutungslos“ hingestellt wurde, wegen Angriffen auf das Balthasar verurteilt wurden und seit knapp einem Jahr wegen Sprengstoffbestellungen und geplanten Terroranschlägen angeklagt sind.

Die erneute Attacke auf den Mehrzweckraum Balthasar knapp ein Jahr nach der medial große Aufmerksam erzeugenden Razzia im Oktober 2015 zeigt, dass die Bedrohung durch Neonazis akut ist und es ein starkes und aktives Bündnis gegen diese Umtriebe braucht.

Das „Balthasar“ ist ein Mehrzweckraum, der studentischen Initiativen und unterschiedlichsten Gruppierungen, wie der „Amnesty International Hochschulgruppe“, dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus und dem Hochschulpolitischen Referat der Studierendenvertretung, der „freien uni bamberg“, der „Jugendgruppe Bund Naturschutz“, sowie dem Team von „kontakt – Das Kulturfestival“ eine Möglichkeit bietet, Sitzungen, Vorträge und Projekte zu verwirklichen, für die die Universität keine Räumlichkeiten bietet. Ihn als „linken Szenetreff“ zu bezeichnen, wie es immer wieder zu lesen ist, ist deutlich zu kurz gegriffen. Eigentümer ist das Studentenwerk Würzburg, das den Raum dem Förderverein der Studierendenvertretung AStA Bamberg e.V. mietfrei zur Verfügung stellt. Es steht außer Frage, dass das „Balthasar“ wegen seiner Positionierung als Freiraum, in dem kein Platz für Diskriminierungen, wie Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus ist, auch weiterhin Zielscheibe von rechtem Terrorismus bleibt. „Angegriffen wurde das Balthasar, gemeint sind wir alle“, so die Botschaft der Nutzerinnen und Nutzer des „Balthasar“.

Aus der gemeinsamen Presseerklärung des AStA Bamberg und der Stadt Bamberg vom 13.11.2015:

Gemeinsame Erklärung der Stadt Bamberg und der AStA Bamberg e.V.:
„Wir stellen uns klar gegen Angriffe und Einschüchterungsversuche von Rechtsextremen, weil die selbstbestimmte und freie Organisation einer pluralistischen Zivilgesellschaft unser höchstes Anliegen ist. In Bamberg ist kein Platz für Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Islamophobie oder jegliche Form der Xenophobie. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, nicht wegzusehen oder wegzuhören, wenn solche Anfeindungen im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Raum geäußert werden, sondern sich aktiv für die freie Meinungsäußerung und die demokratischen Grundrechte aller Menschen einzusetzen.“

kontakt – das Kulturfestival vom 26.-29. Mai 2016 in der Lagarde-Kaserne

Die Tore öffnen sich, Licht strömt durch die Hallen, noch schlummert der Staub auf den Lampen, der Generator summt:
Die Vorbereitungen für kontakt – Das Kulturfestival N°12 laufen auf Hochtouren.

Wir werden auch in diesem Jahr wieder Teile der Lagarde-Kaserne Bamberg nutzen, diesmal jedoch andere Gebäude, die sich ganz in der Nähe des letztjährigen Spielorts befinden. Posthalle, Turnhalle, alte Schreinerei, Schlosserei und Klempnerei verwandeln sich Veranstaltungs- und Ausstellungsräume.

In der Zeit bis zum Festival werden wir an dieser Stelle und auf www.kontakt-bamberg.de nach und nach unser Programm und alle relevanten Infos veröffentlichen.

Übrigens: Auf startnext.com/kontakt-bamberg könnt ihr uns in den nächsten vier Wochen dabei helfen, Teile unserer Ausgaben zu finanzieren.

>aufbrechen< kontakt - Das Kulturfestival 2016
26. bis 29. Mai
Lagarde-Kaserne Bamberg

Vorfreude!

https://www.facebook.com/events/1554278654866387/

Gemeinsame Presseerklärung der Stadt Bamberg und des AStA Bamberg e.V. vom 13.11.2015

„Angegriffen wurde das Balthasar, gemeint sind wir alle“ – Für eine starke pluralistische Zivilgesellschaft in Bamberg – Gegen rechten Terror in Bamberg

Der studentische Treffpunkt und Kulturraum „Balthasar“ am Fuße des Kaulbergs wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Farbbeuteln und Aufklebern, später auch durch Zerstörungen der Glasscheibe der Tür und eines Fensters attackiert. Hierbei wurden eindeutige Botschaften wie „NS-Zone Deutschland“ oder Hakenkreuzschmierereien hinterlassen. Das „Balthasar“ ist ein Mehrzweckraum, der von einer Vielzahl studentischer Initiativen und unterschiedlichsten Gruppierungen genutzt wird und den das Studentenwerk Würzburg dem Förderverein der Studierendenvertretung AStA Bamberg e.V. mietfrei zur Verfügung stellt.

Am 7. Juni dieses Jahres traten erstmals Angreifer nicht wie bisher im Schutz der Dunkelheit, sondern am helllichten Tage auf, um die Eröffnungsveranstaltung des im „Balthasar“ stattfindenden „festival contre le racisme“ zu stören und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuschüchtern. Die Polizei war vor Ort und verhinderte durch ihr Eingreifen und sofortige Festnahmen an diesem Tag vermutlich Schlimmeres. Inzwischen sind fünf der Angreifer verurteilt, ein weiterer Gerichtsprozess steht aus. Dass dieser Angriff im Juni der vorläufige Höhepunkt einer Serie von zuerst vagen und später immer konkreteren Drohungen gegen die Menschen, die sich im „Balthasar“ treffen, blieb, wurde wohl nur durch die Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen von Angehörigen der rechten Szene in Bamberg und Umland am 21. Oktober verhindert.

„Nicht erst seit diesem Tag ist bekannt, dass sich in unserer Stadt auch Menschen mit fremdenfeindlicher und rechtsextremistischer Einstellung befinden, die nicht nur durch die Teilnahme an Demonstrationen oder andere legitime und legale Art der Meinungsäußerung ihre Ziele durchsetzen wollen, sondern auch bereit sind, aus rassistischen Gründen Gewalt gegen geflüchtete Schutzbedürftige und politisch Andersdenkende auszuüben“, so Michael Thiel, Vorsitzender des AStA Bamberg e.V.. Durch die Festnahmen besteht inzwischen traurige Gewissheit darüber, welches Gewaltpotential in rechtsextremistischen Kreisen vorhanden ist. Geplant waren angeblich Bombenanschlägen auf das „Ankunfts- und Rückführungszentrum“ (ARE II) für Flüchtlinge mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit und das „Balthasar“. Für die Taten hätten mehrere der 13 Beschuldigten insgesamt 16 Kilogramm pyrotechnisches Material aus Osteuropa bestellt. Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager sprach in diesem Zusammenhang auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Polizei und Justiz von Kugelbomben, die ein „höchst gefährliches Explosionsmittel“ seien, das Menschen schwer verletzen oder sogar töten könne.

Das „Balthasar“ ist ein Mehrzweckraum, der studentischen Initiativen und unterschiedlichsten Gruppierungen, wie der „Amnesty International Hochschulgruppe“, dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus und dem Hochschulpolitischen Referat der Studierendenvertretung, der „freien uni bamberg“, der „Jugendgruppe Bund Naturschutz“, sowie dem Team von „kontakt – Das Kulturfestival“ eine Möglichkeit bietet, Sitzungen, Vorträge und Projekte zu verwirklichen, für die die Universität keine Räumlichkeiten bietet. Ihn als „linken Szenetreff“ zu bezeichnen, wie es immer wieder zu lesen ist, ist deutlich zu kurz gegriffen. Eigentümer ist das Studentenwerk Würzburg, das den Raum dem Förderverein der Studierendenvertretung AStA Bamberg e.V. mietfrei zur Verfügung stellt. Es steht außer Frage, dass das „Balthasar“ wegen seiner Positionierung als Freiraum, in dem kein Platz für Diskriminierungen, wie Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus ist, auch weiterhin Zielscheibe von rechtem Terrorismus bleibt. „Angegriffen wurde das Balthasar, gemeint sind wir alle“, so die Botschaft der Nutzerinnen und Nutzer des „Balthasar“.

Gemeinsame Erklärung der Stadt Bamberg und der AStA Bamberg e.V.:
„Wir stellen uns klar gegen Angriffe und Einschüchterungsversuche von Rechtsextremen, weil die selbstbestimmte und freie Organisation einer pluralistischen Zivilgesellschaft unser höchstes Anliegen ist. In Bamberg ist kein Platz für Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Islamophobie oder jegliche Form der Xenophobie. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, nicht wegzusehen oder wegzuhören, wenn solche Anfeindungen im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Raum geäußert werden, sondern sich aktiv für die freie Meinungsäußerung und die demokratischen Grundrechte aller Menschen einzusetzen.“

1. Tag der Performance

Eingebettet in den 1. Bamberger Tag der Performance, organisiert unsere Projektgruppe kontakt – Das Kulturprojekt zum zweiten Mal eine Kopfhörerparty.

Acht Stunden lang werden stationäre und mobile Performances und Happenings die große Wiesenfläche in der Mußstraße heimsuchen.
#Performancekunst ist auditiv, visuell, körperlich und multimedial, sie ist Hoch- und Subkultur, sie ist politisch, gesellschaftlich, menschlich und schafft Augenblicke der Gegenwärtigkeit. Zahlreiche Künstler*innen verschiedener Herkunft präsentieren in #Bamberg Momentaufnahmen, die aufwecken, erinnern, uns tanzen, stolpern und aufhorchen lassen – so sollte es doch eigentlich immer sein. Und das war noch nie da. – Der Eintritt ist frei!

Bringt Eure Picknickdecke mit und verbringt einen Tag voll performativer Kunst in Bamberg mit uns!

Teilnehmende Künstler*innen:
Vernissage Bernd Wagenhäuser / Kunstprojekt INGE / forschungsgruppe_f / Arild Vange, Felix Forsbach, David Grimm, Jakob Fischer / Schauspieler des ETA Hoffmann Theaterensembles / Brigitta Muntendorf & Die BismarX / Der Täubling / Barbara Engelhard / Iris Ter Schiphorst / Erdferkel vs. Brotmüller feat. Uroš Rojko / Marc Adler / kontakt – das Kulturprojekt: Elektroblüte – Die Kopfhörerparty (mit: One Man Club Scene / Mechanical Bird / Stella Be Strange / Crazy Bitch in a Cave)

https://www.facebook.com/events/1650886805156614/

Was so geht

Im Terminkalender zu notieren:

23. April
22 Uhr – mensaparty (austraße 37)
mit Selva electronica & ohne Sperrstunde.

21. – 24. Mai
kontakt – Das Kulturfestival
mit einfach so gut wie allem, was hip ist & ohne eintritt.

08. – 13. Mai
festival contre le racisme
mit Fußballturnier & ohne Deutschland.

03. – 05. Juli
UpYours Sommerfest
mit Hardcore-Noise & ohne tierische Produkte.

Bamberg wehrt sich gegen Nazis!

Sie versuchen es wieder bürgerlich – und wieder wird es peinlich!

Erneut versuchen die Nazis von der facebook-Seite „Bamberg WEHRT SICH –Asylmissbrauch nein Danke!“ ihre menschenfeindliche Hetze in Bamberg zu verbreiten.
Sie haben für Samstag, den 24.Januar, eine Kundgebung auf dem Maxplatz angemeldet, wo sie ab 11 Uhr das Theaterspiel der „besorgten Bürgerinnen und Bürger“ inszenieren wollen. Zweifellos sind das aber dieselben Personen, die im Oktober vergangenen Jahres mit dieser Nummer grandios gescheitert sind. Sie schieben vor, die bürgerliche Bamberger Stimme zu sein, die sich bedenklich zu der geplanten Neuaufnahme von knapp 700 Flüchtlingen in Bamberg äußert. Tatsächlich werden sie aber ihre Ablehnung von allem ausdrücken, was ihnen fremd und „nicht-deutsch“ wähnt.
Die ca. 150 Neonazis, die sich im Oktober 2014 deutlich als rechtsradikal und nicht als bürgerlich zu erkennen gegeben haben und dank der über 2000 Gegendemonstrantinnen und -demonstranten in die Schranken gewiesen wurden, kündigten damals weitere Aktivitäten in und um Bamberg an. Wie diese vermeintlich “bürgerlich-politischen” Aktivitäten aussehen, konnte in den letzten Monaten nicht übersehen werden.

Eine kleine Chronik ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Am 30.10. bei der Mensaparty des AStA e.V., einem der Mitorganisator*innen der Gegendemo am 25.10., kam es zu einem Angriff auf Gäste der Party durch drei Neonazis, die offen den Hitlergruß zeigten, „Sieg Heil“ brüllten, ein Hakenkreuz-Tattoo zeigten und versuchten, Menschen anzugreifen. In den Tagen danach kam es zu Angriffen auf linke Personen in Gaststätten und am Bahnhof, Antifaschist*innen wurden von Nazis verfolgt und bedroht. In der Nacht vom 06. auf den 07.11. wurde das BALTHASAR, ein studentisch organisierter Raum und Vereinsheim des AStA e.V., mit Nazi-Symbolik und Drohungen beschmiert, die Glastür eingeschlagen und ein Drohbrief hinterlassen. Für den 13.12. planten die „Bamberg WEHRT SICH“ Nazis gemeinsam mit anderen eine Kundgebung in Hirschaid bei Bamberg, die sich gegen das dort bestehende Jugendasylheim wenden sollte. Diese wurde kurzfristig wieder abgesagt, während die NPD Bamberg/Forchheim (die bei der Demo am 25.10. dabei war) sich über den Brand des Flüchtlingsheims in Vorra bei Nürnberg mit den Worten „Advent, Advent, ein Asylantenheim brennt“ freute. In der Zwischenzeit kam es immer wieder zu Pöbeleien vermeintlich „links“ aussehender Personen gegenüber, auch zu Handgreiflichkeiten. Der letzte Vorfall ereignete sich am Wochenende vom 17. Januar, als bekannte Neonazis in der Innenstadt wahllos Menschen angriffen und bedrohten.

Diese Ereignisse zeigen einmal mehr, welcher Couleur die Menschen hinter „Bamberg WEHRT SICH – Asylmissbrauch nein Danke!“ sind und welche Gefahr von ihnen ausgeht. Wir müssen ihnen zeigen, dass sie in Bamberg weder mit Kundgebungen noch nächtlichen Aktionen durchkommen, und erst recht nicht zulassen, dass sie die Flüchtlinge für ihre Hetzpropaganda missbrauchen.
Wir heißen Flüchtlinge willkommen, Nazis aber haben hier nichts verloren!
Zeigen wir ihnen erneut, dass ihre Hetze hier auf taube Ohren stößt und sie in dieser Stadt auf verlorenem Posten stehen.
Ein breites Bamberger Bündnis ruft dazu auf, am Samstag, den 24.Januar, um 10 Uhr zum Maxplatz zu kommen und die Kundgebung der Nazis erneut so peinlich aussehen zu lassen, wie sie es ist!

Infos zu den Veranstaltungen:
Die Anmelderin der Kundgebung „gegen Asylmissbrauch“ (angemeldet von 11 bis 12:30 Uhr) ist die stellvertretende Anmelderin der Demo vom 25.10.14, der damalige Anmelder ist jetzt Stellvertreter. Die Nazis werden als Kundgebungsplatz den unteren Teil des Maxplatz (Einfahrt zur Tiefgarage) von der Polizei zugeteilt bekommen, wir die obere, und zwischen den beiden Kundgebungen wird es wohl eine abgegrenzte „neutrale“ Fläche geben (um den Einsatz von Wurfgeschossen von einem ins andere Lager zu verhindern). Die Polizei wird alles mit Hamburger Gittern absperren und mit genügend Einsatzkräften die Trennung der beiden Lager und die Einhaltung von Rettungswegen und „neutraler Fläche“ durchsetzen. Die Polizei betont, dass Teilnehmer*innen, die die Ihnen zugewiesene Kundgebungsfläche verlassen, ihre Eigenschaft als Kundgebungsteilnehmer*in verlieren und nicht mehr unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit stehen…

Unterstützer*innen:

Bündnis gegen Rechtsextremismus Bamberg
AStA Bamberg e.V.
VVN/BdA Bamberg
Referat für Antirassismus und Antifaschismus der Studierendenvertretung Bamberg
Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg
Die interreligiöse Fraueninitiative Bamberg
Freund statt fremd
Evangelisches Dekanat
IG Metall
DGB
Antifa Bamberg
SDS Bamberg
VVN-Jugend Bamberg
Attac
Coburger Antifa
ver.di
Büro der Frauenbeauftragten Uni Bamberg
Jusos Bamberg-Stadt
Juso Hochschulgruppe der Uni Bamberg
Sozialreferat der Studierendenvertretung Bamberg
Finanzreferat der Studierendenvertretung Bamberg
Jusos Bamberg-Forchheim
Die LINKE Bamberg-Forchheim
Bali
SPD Bamberg
Referat für studentisches Leben in Bamberg der Studierendenvertretung
Katholische Arbietsnehmerbewegung Bamberg
GEW Bamberg

Angegriffen wurde das Balthasar – gemeint sind wir alle!

Angegriffen wurde das Balthasar – gemeint sind wir alle!


Zum wiederholten Mal ist der Aufenthalts- und Mehrzweckraum Balthasar Opfer eines offensichtlich rechtsradikal motivierten Anschlags geworden. In der Nacht vom 6. auf den 7. November wurde die Glasscheibe der Tür eingeschlagen sowie Jalousien und Fensterscheiben mit Hakenkreuzen, Parolen und einer Reichsflagge beschmiert. Außerdem wurde ein Drohbrief hinterlassen. Das Balthasar ist ein selbstverwalteter Raum, der vom AStA Bamberg e.V. getragen wird. Viele demokratische, politische Organisationen, Hochschulgruppen, kulturelle Initiativen und die Studierendenvertretung der Universität Bamberg nutzen diesen Ort. Als einer der wenigen Freiräume in Bamberg bietet das Balthasar für alle Menschen die Möglichkeit, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr zu veranstalten. In den letzten Jahren hat sich das Balthasar als fester Treff- und Austauschpunkt unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen etabliert. Das Balthasar versteht sich als Freiraum, in dem kein Platz für Diskriminierungen, wie beispielsweise Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus ist. Diese demokratischen Grundsätze haben das Balthasar nun zum wiederholten Mal zum Ziel rechtsradikaler Angriffe gemacht. Und nicht nur das: in den letzten Wochen gab es nicht nur eine von Neonazis organisierte Demonstration in Bamberg; unmittelbar danach wurden weitere „Aktionen“ von den Organisator*innen angekündigt. Darüber hinaus gab es in den vergangenen vierzehn Tagen mehrere Vorfälle, bei denen unschuldige Menschen von Rechtsradikalen bedroht und angegriffen wurden. Ebenfalls in der Nacht zum 7. November wurde in Hof ein Asylbewerber*innenheim mit Hakenkreuzen beschmiert.
Diese Ereignisse zeigen deutlich, dass die rechtsradikale Szene in Bamberg und in der Region aktiv ist und vor Gewalt gegen Personen und Einrichtungen nicht zurückschreckt. Der Angriff richtet sich gegen uns alle. Wir fordern deshalb eine lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse durch die zuständigen Behörden. Die Stadt Bamberg muss rechtsradikalen Tendenzen entschlossen entgegentreten. Rechtsradikal motivierte Gewalttaten dürfen nicht verharmlost werden.
Die Nutzer*innen werden trotz dieser neuen Dimension der Gewalt und Bedrohung ihre Arbeit im Balthasar wie gewohnt fortführen und rechtsradikalem Gedankengut weiterhin entschlossen entgegentreten.

Antifa Bamberg
Amnesty Hochschulgruppe Bamberg
AStA Bamberg e.V.
Attac Bamberg
Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus
Bamberger Linke Liste
Die LISTE Bamberg
DGB Hochschulgruppe Bamberg
Elternreferat der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
Queer-feministische Plattform
Finanzreferat der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
freie uni bamberg (fub)
Gleichstellungsreferat der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
Grüne Hochschulgruppe Bamberg
Hochschulpolitisches Referat der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
Johanna Lerke und Ralph Edler – Studentische Senator*innen der Uni Bamberg
Juso Hochschulgruppe Bamberg
Jusos Bamberg
kontakt – Das Kulturprojekt
Lesekreis kritische Geschichte
Liste AStA/Fachschaften Bamberg
Nordbayerische Bündnisse gegen Rechts
Postkoloniale Aktionsgruppe Bamberg
Referat für Antirassismus und Antifaschismus der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
Referat für nationale und internationale Beziehungen der Studierendenvertretung der Uni Bamberg Referat für studentisches Leben in Bamberg der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
SDS Bamberg
SDS Würzburg
Solid Bamberg
Sozialreferat der Studierendenvertretung der Uni Bamberg
Studentischer Konvent der Uni Bamberg
UpYours
VVN-BdA Bamberg

Bitte raven Sie hart gegen Sexismus und Homophobie!

Zu Beginn des neuen Semesters haben wir natürlich wieder Veranstaltungstipps für Euch.

Am 30.10. steht wieder die Mensaparty an. Für die musik-kulinarische Verköstigung sorgen diesmal:
Ragazzi Funky Stagione (Funkrückgabe – E-Funk & E-Soul)
DiGiove (TechHouse & TribalHouse)
Jacob Risp & MichiL. (RAUSCH.KOLLEKTIV – Techhouse & Techno)
Los gehts um 22 Uhr!

Und zwischen dem 3. und 8. November finden in Bamberg die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie statt. Auf dem Programm stehen drei Vorträge, ein Filmeabend und ein Girl-Punk-Konzert.
Das genaue Programm:
Dienstag, 04.11.2014
E*VIBES:
Did Femen take over Feminism?
Zum »feministischen« Gehalt der Femen und ihren Auswirkungen auf die Befreiung der Frau*

Die Femen sind ein medialer Erfolg. Tausende Likes auf Facebook und zahllose Interviews; ein Ende ist nicht in Sicht. Aber wer ist diese Gruppe eigentlich, deren Name häufiger gegoogelt wird als »Feminism« und die sich selbst als die globale Frauenbewegung des 3. Jahrtausends bezeichnet? Im Vortrag wollen wir uns u. a. damit auseinandersetzen, wie Femen historisch und gesellschaftlich zu verorten sind, wie sie sich organisieren und welche Auswirkungen ihr Aktivismus auf andere feministische Gruppen hat. Außerdem beschäftigen wir uns mit den von ihnen erzeugten Bildern und damit, welche Kritik an ihnen gerechtfertigt ist (und welche nicht).
e*vibes – für eine emanzipatorische praxis wurde im Herbst 2011 in Dresden gegründet und setzt sich schwerpunktmäßig mit Feminismus und Sexismus auseinander, sowohl (erzwungenermaßen) im Alltag als auch auf unseren Treffen. Dort tauschen wir uns aus, bilden uns gegenseitig weiter, planen Veranstaltungen und (Re-)Aktionen.
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

Mittwoch, 05.11.2014
DOROTHEE ENGELHARDT/FATMA UMUL:
Die Illusion der Gleichstellung

»Feminismus«. Dieser Begriff ruft kontroverse Meinungen und Emotionen hervor. Das liegt u. a. an den unterschiedlichen Inhalten, mit denen er zu Recht oder zu Unrecht in Verbindung gebracht wird. Im Vortrag werden feministische Strömungen, Bewegungen und theoretische Ansätze in ihren Gemeinsamkeiten sowie ihren Unterschieden vorgestellt. Es soll deutlich werden, dass es nicht einen, sondern viele verschiedene Feminismen gibt. Dies ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der Kritik an Sexismus und unterdrückenden Strukturen. Weiterhin wird aufgezeigt, dass das Postulat der Gleichstellung aller Geschlechter ein Ideal ist, das es anzustreben gilt, das bisher aber noch nicht verwirklicht wurde.
Dorothee Engelhardt und Fatma Umul sind Teil der queer*feministischen Plattform in Bamberg.
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

REBEKKA HÜMPFNER:
Feminist*innen aller Gender, vereinigt Euch!

Im alltäglichen Leben sind Frauen regelmäßig mit Sexismus konfrontiert. Studien belegen, dass sexuelle Belästigungen seit den ersten Umfragen in den 1980ern keineswegs zurückgegangen sind. 2013 gaben 70% der Mädchen im Alter von 13 bis 21 Jahren an, bereits sexuelle Belästigung erfahren zu haben. Diskriminierung von Frauen ist ein tief verwurzeltes und weit verbreitetes Problem, dass wir nur durch die gemeinsame Anstrengung aller
überwinden können … Doch wer ist dieses »Wir«? Wie können Frauen* und Männer* gemeinsam protestieren, ohne bestehende Machtungleichheiten zu reproduzieren? Welche Fallstricke existieren, wo sich Gruppen mit unterschiedlichem Status unterstützen und auf persönlicher Ebene begegnen? Der Vortrag geht auf diese und ähnliche Fragen aus Sicht der politischen Psychologie ein. Statt um große gesellschaftliche Zusammenhänge wird es um das Individuum gehen, sein Erleben und sein Verhalten sowie um die Rolle von Identität und Emotion in Bezug auf Protestverhalten.
Rebekka Hümpfner war lange Zeit Teil der queer*feministischen Plattform in Bamberg und ist dann nach Jena weiter gezogen.
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
Beginn: 20 Uhr
Eintritt frei

Freitag, 07.11.2014
Queerer/feministischer/antisexistischer Filmeabend

Samstag, 08.11.2014
Ein Girl-Punk-Abend mit: Gurr (Berlin)
Wrackspurts (Bamberg/Leipzig)
Ort: JUZ, Bamberg, Margaretendamm 12a, Doors: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

Supported by AStA Bamberg e.V.: Das UpYours Sommerfest

Während die Hippie-Hipster übers Wochenende auf die Fusion pilgern, haben wir für die Daheimgebliebenen einen super Veranstaltungstipp:

Unterstützt und gefördert vom AStA Bamberg e.V. startet ab Donnerstag, den 26.6.2014, im JUZ in Bamberg das UpYours Sommerfest statt. Volle Ladung postrock, (post-)hardcore, film&music, distro, Kunst und veganes Essen.
Alle wichtigen Infos und das LineUp findet ihr hier: facebook-Veranstaltung

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